Podiumsdiskussion: "Analoge Spielkultur ernst nehmen!"
Einladungsplakat zur Veranstaltung zum 23.10.2025 auf der SPIEL Essen, kurz vor der Veröffentlichung ;)

Die Spiele-Autoren-Zunft (SAZ) hat zu dieser Veranstaltung vom 23. Oktober 2025 folgende erklärende und zusammenfassende Pressemitteilung veröffentlicht:
Inspirierende Podiumsdiskussion: "Analoge Spielkultur ernst nehmen"!"
Die Podiumsdiskussion auf der Messe SPIEL am 23. Oktober 2025 in Essen war ein voller Erfolg. Die drei Landtagsabgeordneten aus NRW von B90/Die Grünen, CDU und SPD waren von den Fachimpulsen verschiedener Expert*innen absolut beeindruckt und konstatierten, dass ihnen die gesellschaftliche Bedeutung von analogen Spielen bisher so nicht bewusst war. Diese Erfahrung wollen die Abgeordneten nun in den politischen Diskurs einbringen.
In seiner Begrüßung gab Robin de Cleur (SPIEL Essen) einen umfassenden Überblick zur Branche, die dieses Jahr ein Umsatzwachstum von 22% verzeichnen konnte. Mit Blick auf das Geschehen in den Messehallen (220.000 Besucher!) hob er hervor, dass Spielen vereint und dabei vor allem Freude bereitet. Anschließend beleuchtete Prof. Dr. Jens Junge (Stiftung Spielen) in seiner Keynote die Diskrepanz zwischen der gesellschaftlichen Bedeutung analoger Spiele in der Praxis einerseits und ihrer kulturpolitischen Akzeptanz andererseits.
Die folgenden Fachimpulse wurden später allseits gelobt, da sie einen konkreten Einblick in die (mögliche) Praxis gaben. Birgitta Barlet (Verlagesleitung Programm, Kosmos Verlag) hob den Wert analoger Spielkultur aus Sicht der Verlage hervor. Anna Hoffmann (Stadtbibliothek Eckernförde) schilderte eindrucksvoll die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Bibliotheken. Nikolai Ammann (Stadt Herne) stellte das dortige Projekt „Spielstarke Schule“ vor. Christina Valentiner-Branth (Brettspielakademie) berichtete über die erfolgreiche Ausbildung von Fachkräften für Gesellschaftsspiele. Christian Beiersdorf (SAZ) erläuterte die bundespolitischen Ziele in Bezug auf ein zentrales Spielearchiv in Altenburg und die Bibliothekstantieme.
Die anschließende Podiumsdiskussion mit den drei Landtagsabgeordneten Christina Osei (B90/Grüne), Jens Kamieth (CDU) und Andreas Bialas (SPD) sowie mit Jens Junge war lebhaft und engagiert. Es gelang offensichtlich, wichtige Denkanstöße zu geben, wie analoge Spiele in Bibliotheken, Schulen und an anderen sozialen Orten zur Förderung sozialer und kognitiver Kompetenzen stärker genutzt werden können. Matthias Hornschuh (Komponist und Sprecher der Initiative Urheberrecht) gelang es als Moderator ausgezeichnet, der Thematik mit seinen Fragen und Aussagen auf den Grund zu gehen, gesellschaftliche Einordnungen vorzunehmen und dadurch die Diskussion in die richtigen Bahnen zu lenken.
Wir danken unseren Kooperationspartnern bei der Veranstaltung, der SPIEL Essen, dem Spieleverlage e.V. und der Stiftung Spielen, für die Unterstützung sowie allen Beteiligten für ihre Mitwirkung. Wir empfehlen allen Interessenten unsere Videodokumentation der Veranstaltung auf unserem YouTube-Kanal. Die Zeitleiste ermöglicht das Ansteuern einzelner Beiträge in der Langfassung.
Hier die umfassende und spannende Langfassung (1:42:05):
Link zur Originalseite der SAZ: HIER.